PRIVATE PFLEGE UND DIENSTLEISTUNGEN » PARKINSON

Was ist Parkinson?

Parkinson tritt vorwiegend nach dem 50. Lebensjahr, im seltenen Fall vor dem 40. Lebensjahr auf. Im Regelfall hat die Erkrankung einen langsam fortschreitenden klinischen Verlauf. Ein Kernsymptom für die Parkinson-Erkrankung ist der Tremor im Ruhezustand; das so genannte Muskelzittern. Zumeist zeigt sich dieser an den Händen. Der Tremor verläuft in drei bis sieben Schlägen pro Sekunde und nimmt bei Bewegung –zum Beispiel, wenn nach einem Glas gegriffen wird- ab. Ein weiteres Kernsymptom der Erkrankung ist eine Muskelsteifheit aufgrund einer Steigerung des Muskeltonus. Bei passiver Bewegung zeigt sich aufgrund dessen ein Widerstand. Zum Beispiel, bei der Versetzung des gebeugten Ellenbogens eines Patienten in die Senkrechte Lage, erfolgt die Ausführung der Bewegung nur gegen einen erhöhten Widerstand; dies wird als Zahnradphänomen bezeichnet. Ferner ist als Kernsymptom der Erkrankung die allgemeine Bewegungsarmut zu nennen. Charakterisiert ist dieses Bild durch einen kleinschrittigen Gang, das reduzierte oder fehlende Mitschwingen der Arme beim Laufen, eine nach Vorn gekrümmte Körperhaltung.

Zudem gehen mit der Erkrankung ein starrer Gesichtsausdruck, ein leises und monotones Sprechen sowie Schwierigkeiten sich beim Hinsetzen und Aufstehen, hervor. In einigen Fällen zeigen sich ein vermehrter Speichelfluss (Hypersalivation) sowie eine Überproduktion der Hautfetten durch die Talgdrüsen (Seborrhö). Häufig tritt auch eine Verstopfung (erschwerte Darmentleerung) mit auf. Vereinzelt treten Störungen des vegetativen Nervensystems in Form von Impotenz, Inkontinenz und orthostatische Hypotonie auf. Die Erkrankung ist begleitet mit Depressionen und im fortgeschrittenen Stadium mit Demenz. Der Verlauf und das Ausmaß der Erkrankung sind von Patient zu Patient unterschiedlich. Manchmal tritt über Jahre nur ein Tremor zusammen mit einer Muskelversteifung auf. Dieses Erkrankungsbild wird als Hemiparkinsonismus bezeichnet. In einigen Fällen verläuft die Erkrankung ohne einen Tremor und schreitet schnell fort. Im Erkrankungsbild stehen Bewegungsarmut, Muskelversteifung sowie eine verminderte Stabilität der Körperaufrechterhaltung im Vordergrund.

Die Parkinson-Erkrankung kann sowohl primär sein als auch durch die unten aufgelisteten Faktoren hervorgerufen werden:

• posttraumatisch hervorgerufen
• durch Medikamente, die das Nervensystem beeinflussen
• durch Atherosklerose
• Toxin induziert
• infolge einer Gehirnentzündung

Die Erkrankung Parkinson wird hervorgerufen durch einen Mangel am Botenstoff Dopamin im Gehirn. Daher werden in der medikamentösen Behandlung gezielt Substanzen eingesetzt, die diesen Stoff ersetzen. Neben der medikamentösen Behandlung kann auch ein operatives Heilverfahren, die so genannte stereotaktische Thalamotomie, eingesetzt werden.

Telefon
0506 377 19 90
0242 323 16 16
0242 322 79 99
0242 228 46 62
0242 323 30 30

© Alle Rechte vorbehalten, ohne
Genehmigung verwendet. 2016

Design und Programmierung Ajansweb